Anouk Wentink, Sustainability Officer

7-5-2019

Abteilung: Corporate Affairs

„Eigentlich ist ForFarmers als Ganzes das ‚Nachhaltigkeitsteam‘“

Du wolltest schon immer Nachhaltigkeitsmanager werden?

„Haha, ich weiß nicht genau, wie weit meine Leidenschaft für meinen Beruf zurückreicht. Tatsache ist, dass ich seit über zehn Jahren in der Welt der Nachhaltigkeit tätig bin. Was mich antreibt, ist, dass ich mich der Frage verschrieben habe, wie wir alle Menschen auf der Welt nachhaltig ernähren können. Es gibt keinen besten Weg, dies zu tun, man muss eigene Entscheidungen treffen. Auch die Unternehmen. Dies ist eine aktuelle Diskussion. Als ich bei ForFarmers als Sustainability Officer beginnen konnte, um die Umsetzung von Nachhaltigkeit zu unterstützen, war ich sofort begeistert. Meine Rolle ist neu, aber das bedeutet nicht, dass das Thema Nachhaltigkeit bei ForFarmers neu ist. Aber es bekommt jetzt eine gezieltere Aufmerksamkeit.“

Afbeelding: Anouk Wentink_in-line

Warum hast Du bei ForFarmers angefangen?

„Ich habe keinen bäuerlichen Hintergrund, aber mein Großvater und meine Großmutter hatten einen Bauernhof auf dem Land in den östlichen Niederlanden und ich bin in Westfriesland geboren und aufgewachsen, also bin ich buchstäblich zwischen Milchviehbetrieben aufgewachsen. Warum ich jetzt für ForFarmers arbeite? Das war keine schwierige Entscheidung. Wir sind ein wachsendes internationales Unternehmen, das sich weiter professionalisiert, auch im Bereich der Nachhaltigkeit. Was sofort auffiel, war die proaktive Mentalität. Das passt zu mir. Und, nicht ganz unwichtig, Nachhaltigkeit ist einer der zentralen Werte. Wenn man beispielsweise sieht, wie viele Restströme aus der Lebensmittelindustrie hier in Tierfutter verarbeitet werden, kann man wirklich sagen, dass Nachhaltigkeit in unserer DNA steckt. Es gibt viele Möglichkeiten, Nachhaltigkeit konkret umzusetzen. Sicherlich, weil wir in einem Sektor arbeiten, der große soziale Auswirkungen hat.“

Gibt es ein ‚Nachhaltigkeitsteam‘, mit dem Du zusammenarbeitest?

„Ja und Nein. Es gibt kein eigenes Team, aber Nachhaltigkeit hat Auswirkungen auf viele Facetten des Unternehmens und eigentlich ist ForFarmers als Ganzes das ‚Nachhaltigkeitsteam‘. Das bedeutet viel Koordination und Zusammenarbeit in der gesamten Organisation. Nachhaltigkeit erstreckt sich von der Sicherheit unserer Mitarbeiter, unserem CO2-Fußabdruck und Lebensmittelsicherheit bis hin zu Innovationen und Einkauf. Bei letzterem geht es beispielsweise um die Herkunft unserer Rohstoffe. Ich spiele eine unterstützende und koordinierende Rolle und sorge dafür, dass erkennbar wird, was wir in Sachen Nachhaltigkeit tun. Es ist auch eine treibende Rolle, um das, was wir als Unternehmen vereinbart haben, auch wirklich zu tun und unsere Nachhaltigkeitsleistung auf ein höheres Niveau zu bringen.“

Deine Herausforderung?

„Nachhaltigkeit ist für viele Menschen ein vager allgemeiner Begriff, der in passenden und unpassenden Situationen verwendet wird. Meine Herausforderung besteht darin, dieses breite Thema in konkrete Maßnahmen in der Praxis umzusetzen, sodass jeder Mitarbeiter von ForFarmers dazu beitragen kann. Es ist unter anderem meine Aufgabe, alle Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit innerhalb von ForFarmers durch interne und externe Berichterstattung zu überwachen und sichtbar zu machen. Dies sollte zu mehr Bewusstsein führen. So kennen viele Menschen beispielsweise die wichtige Rolle der Viehhaltung bei der Aufwertung der Restströme nicht, wobei dies perfekt in den Kreislauf der Landwirtschaft passt. Unser Streben nach ‚Mehr mit weniger‘ stimmt hiermit überein: Wie können wir weniger Rohstoffe verwenden und mehr herausholen? So setzen wir unsere Mission ‚For the Future of Farming‘ um, indem wir beispielsweise Rohstoffe, Energie und Restströme effizienter, intelligenter und besser einsetzen.“

Im privaten Bereich auch mit Nachhaltigkeit beschäftigt?

„Natürlich! Zusammen mit Floortje Dessing (Fernsehmoderatorin und Autorin) habe ich ein nachhaltiges Kochbuch geschrieben: ‚De groene garde’ (Der grüne Schneebesen). Hier haben wir die globale Frage, wie wir alle Menschen der Welt auf nachhaltige Weise ernähren können, für die eigene Küche übersetzt. Nachhaltigkeit muss konkret und praktisch sein – im privaten Bereich und bei der Arbeit.“