Alien van der Hem über ihre Agriterra-Erfahrung: „Der Enthusiasmus ist enorm“

23-1-2020

Alien van der Hem, Marketingmanagerin bei ForFarmers, war Ende 2019 eine Woche in Sambia, wo sie im Auftrag von Agriterra Mitarbeitern von drei verschiedenen Genossenschaften die Schulung ‚Marketing Basics‘ gab. „Harte Arbeit“, sagt Alien, „doch es hat sich mehr als gelohnt.“

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„Bei meinen früheren Arbeitgebern habe ich viel im Ausland gearbeitet und Schulungen gegeben. Ich bin reiselustig und es ist für mich etwas ganz Besonderes, durch unser Wissen für Menschen einen Mehrwert zu schaffen“, erzählt Alien. „Als sich die Möglichkeit ergab, in Sambia in meinem Bereich Schulungen zu geben, musste ich deshalb auch nicht lange überlegen.“

Praxiserfahrung: Wie vermarktet man ein Produkt?

‚Marketing Basics‘ ist eine erprobte Agriterra-Schulung, die bereits seit längerem gegeben wird. Durch den Einsatz von Leuten aus der Praxis will Agriterra die Schulung nun vor allem praktischer umsetzen, damit sie für die Teilnehmer lebendiger wirkt. Alien war die erste, die ihr Wissen und ihre Erfahrung aus dem Marketingbereich in die bestehende Schulung einbringen durfte. Dabei erhielt sie Unterstützung von Brenda, einer lokalen Agriterra Business Advisor/Trainerin und Lonieke, Supervisor von Agriterra Niederlande.

Das Ziel der Schulung ist es, den Teilnehmern zu vermitteln, wie sie ihre Produkte besser vermarkten können und was ansonsten noch wichtig ist. Alien: „Die Herausforderung war, es praktisch zu gestalten. Ich habe mich vor allem auf die Grundschritte des Marketingprozesses konzentriert und diese mit konkreten Beispielen ergänzt, also gezeigt, wie ForFarmers diese umsetzt.“

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Ein Marketing- und Maßnahmenplan als Ergebnis

Die Gruppe bestand aus 15 Teilnehmern, die bei drei verschiedenen Genossenschaften beschäftigt sind. Keiner hatte einen Marketinghintergrund. Alle hatten eine andere Funktion. Die betreffenden Genossenschaften schicken einfach eine Reihe von Mitarbeitern auf Schulung und weisen im Anschluss daran jemanden an, der in ihrer Organisation für Marketing verantwortlich wird. 

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„In unserer Genossenschaft - FromFarmers - haben wir Genossenschaftsmitglieder, die Kunde sind und Futter von uns abnehmen. Bei den in der Schulung vertretenen Genossenschaften sind die Mitglieder Erzeuger von Pflanzen, dem Grundprodukt. Die Genossenschaft hat selbst eine Maschine, mit der sie die Pflanzen zu einem Endprodukt verarbeitet“, erklärt Alien. „Was ich gemacht habe, ist, einen Einblick vermitteln, wie man das Endprodukt über sechs Marketingschritte am besten vermarkten kann. Pro Genossenschaft haben die Teilnehmer das ausgearbeitet. Am Ende der Woche hatte jeder einen einfachen, jedoch konkreten Marketingplan fertig, mit einem Maßnahmenplan, den sie jetzt nun selbst umsetzen müssen.“

Eine Tafel voller rosa Zettel

Was hat Alien selbst während der Woche gelernt? „Man muss sich für eine solche Schulung in jedem Fall gut in die Zielgruppe versetzen. Was ist die Botschaft, die sie braucht und wie vermittelt man diese? Vor allem in einer anderen Kultur ist das noch wichtiger. In Afrika sind die Umstände total anders. Die Englischkenntnisse sind begrenzt. Das Arbeitstempo ist ein anderes. Das muss man bei seinem Schulungsansatz wirklich beachten. Doch der Enthusiasmus ist enorm.“
Letzteres zeigte sich auch bei der täglichen Evaluierung. Alien: „Am Ende jedes Schulungstages konnten die Teilnehmer auf einem rosa Zettel angeben, was sie positiv fanden und auf einem blauen Zettel, was sie verändern würden. Sehr schön, dass am Ende des ersten Tages die Tafel mit fast nur rosa Zetteln über die praktischen Beispiele und den Beitrag von ForFarmers zu dieser Schulung gefüllt war.“

Schön, etwas zurückzugeben

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„Afrika ist ein wunderschöner Kontinent. Ich habe ihn früher viel bereist. Das schönste an der Kultur ist die Freundlichkeit, Offenheit, der Wille zu teilen - miteinander und auch mit mir. Dann ist es schön, dass ich etwas zurückgeben kann. Egal wie wenig es ist. Ich hatte einen Eimer Ziegenfutter mitgenommen, als Beispiel während der Schulung. Den Eimer mit dem Ziegenfutter habe ich nach Abschluss der Schulung zwei Landwirten gegeben, die neben der Zucht von Sonnenblumenkernen auch Ziegen halten. Eine kleine Geste, doch sie waren so froh darüber. Das fühlt sich gut an.“

Kein Sightseeing-Trip

Hat Alien noch Empfehlungen für Kollegen mit Interesse an einer Agriterra-Aufgabe? Alien: „Es ist eine sehr schöne Erfahrung, aber man muss sie wirklich machen, weil man Menschen helfen will. Es ist harte und ernste Arbeit und mit Sicherheit kein Sightseeing-Trip. Diese spezifische Mission erforderte auch die notwendige Vorbereitungszeit, weil ich mich in das bestehende Kursmaterial einlesen musste. Selbstverständlich wurde ich dabei von Agriterra unterstützt. Für mich hat es sich mehr als gelohnt.“